Fachgespräch am Mo, 10. Februar 2020 in Berlin

Bild: Marisa04 / Pixabay

Moore, Wälder, Seegraswiesen- Ökosystem und ihre Rolle im Kampf gegen die Klimakrise

Die menschengemachte Klimakrise und das Arten-Aussterben bedrohen unsere Lebensgrundlagen. Jede weitere Tonne CO2 und jede weitere ausgestorbene Art sind eine Hypothek gegenüber folgenden Generationen und bringen uns schon heute an den Rand der planetaren Grenzen. Arten-Aussterben und Klimakrise verstärken sich dabei gegenseitig. Die Berichte des Weltklimarates und des Weltbiodiversitätsrates zeigen auf eindringliche Weise, wie jedes Grad weniger Erderhitzung im Kampf gegen die Zuspitzung dieser Krisen zählt. Es wird deutlich, dass intakte Ökosystem von zentraler Bedeutung für die Lösung der Krisen unserer Zeit sind. Intakte Ökosysteme wirken auf vielfältige Art und Weise den Folgen der Klimakrise und des Arten-Aussterbens entgegen. (mehr …)

Beifang geht weiter illegal über Bord

Bild: Americanet / Pixapay

Bei der industriellen Schleppnetzfischerei in Nord- und Ostsee entstehen jedes Jahr viele hundert Tonnen unerwünschter Beifang. Diese für die Fischindustrie wertlosen Fische werden oftmals wieder über Bord zurück ins Meer geworfen, obwohl sie dabei meist verenden. Die Rückwürfe betreffen auch bedrohte, geschützte und Fangquoten unterliegende Arten. In der Antwort auf die Kleine Anfrage
„Kameragestützte Fernüberwachung auf Fangschiffen zur Kontrolle der Anlandeverpflichtung in der Fischereiwirtschaft“ heißt es unter anderem, dass im Jahr 2018 rund 2000 Tonnen Fisch (allein von den quotierten Arten) als Beifang aus der Nordsee gefischt wurden. In der Ostsee wurden 112 Tonnen Dorsch aus Beifang (ein Achtel der gesamten Fangmenge) wieder zurück ins Meer geworfen. (mehr …)

Jagdtrophäen von gefährdeten Tieren nach Deutschland eingeführt

Bild: Pawan Sharma / Unsplash

Zu den Antworten der Bundesregierung auf die schriftliche Frage zur „Einfuhr von Jagdtrophäen 2019“ erklärt Steffi Lemke, parlamentarische Geschäftsführerin und naturschutzpolitische Sprecherin:

„Es ist absurd, dass in Zeiten der Arten-Aussterbekrise geschützte Tiere für Jagdtrophäen getötet und dann legal nach Deutschland eingeführt werden. So kamen im letzten Jahr Jagdtrophäen von Elefanten, Nashörner, Leoparden, Löwen, Geparden, Eisbären, Braunbären, über 150 Trophäen von Affen und über 250 Trophäen von Zebras nach Deutschland. Angesichts der dramatischen Situation beim Artenschwund muss die Bundesregierung handeln und die Praxis von Jagdtrophäen von geschützten Arten stoppen.“ (mehr …)

Gutachten zeigt: Sprengung im Naturschutzgebiet waren Rechtsbruch

Bild: Krzysztof Kowalik / Unsplash

Zum Gutachten „Zu naturschutzrechtlichen Rahmenbedingungen für die Beseitigung von Seeminen“ erklärt Steffi Lemke, parlamentarische Geschäftsführerin und naturschutzpolitische Sprecherin:

„Unter Berücksichtigung aller vorliegenden Erkenntnisse zu den Sprengungen von 39 britischen Grundminen im Meeresschutzgebiet Fehmarnbelt im Sommer 2019, scheint ein Rechtsbruch des durchführenden NATO-Verbundes vorzuliegen. Die Gutachter des Deutschen Bundestages zeigen klar auf, dass eine Beteiligung der Naturschutzbehörden zwingend erforderlich gewesen wäre und auch Schutzmaßnahmen für geschützte Arten wie den Schweinswal hätten implementiert werden müssen. Klar ist: eine Beteiligung des Bundesamtes für Naturschutz hat nicht stattgefunden. (mehr …)

Gegen Deutschland laufen 11 EU-Vertragsverletzungsverfahren

Bild: Sara Kurfeß / Unsplash

Zur Antwort der Bundesregierung auf die schriftliche Frage zu den EU-Vertragsverletzungsverfahren im Bereich Umwelt und Natur erklärt Steffi Lemke, parlamentarische Geschäftsführerin und naturschutzpolitische Sprecherin:

„Wir erleben gegenwärtig, dass für Natur und Umwelt echte Belastungsgrenzen erreicht sind. Trotzdem setzt die Bundesregierung nicht einmal geltendes europäisches Recht in nationale Standards um. Dass einige der Verfahren gegen die Bundesregierung schon bis zu acht Jahren bestehen, zeigt die Ignoranz gegenüber der Umweltpolitik. (mehr …)