Lothar Henke / pixelio.de

Bundesregierung nur halbherzig beim Schutz von Elefanten und Nashörnern

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Die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage von Steffi Lemke vom 4. April 2014 (Drucksache 18/1072) bringt die ganze Widersprüchlichkeit und Halbherzigkeit der Bundesregierung beim Schutz von Elefanten und Nashörnern im Kampf gegen Wilderei zu Tage. Obwohl offensichtlich ist, dass vor allem der legale Handel die illegale Wilderei befeuert, da für die illegalen Produkte die legalen Handelswege benutzt werden, argumentiert die Bundesregierung, dass beim Elfenbeinhandel dieser Zusammenhang nicht bestehen würde, während sie an anderer Stelle z.B. in Bezug auf den Handel in der EU oder beim Handel mit Nashorn genau diesen Zusammenhang selber herstellt.

Eine weitere Widersprüchlichkeit zeigt sich darin, dass zum einen bekundet wird, mit wichtigen Ursprungs- und Transitländern Gespräche zu führen und das Ziel zu verfolgen, die Nachfrage nach Elfenbein und Nashornhorn einzudämmen; zum anderen erarbeitet sie aber zukünftige Handelsmechanismen, die lediglich sicherstellen sollen, dass nur von natürlich verendeten Tieren Horn oder Elfenbein gehandelt werden darf. Dabei hat die Vergangenheit bereits gezeigt, dass diese Art der Kontrolle nicht funktioniert. Auch einer öffentlichkeitswirksamen Zerstörung von in Deutschland beschlagnahmtem Elfenbein verweigert sich die Bundesregierung und begründet dies damit, dass die Menge zu marginal wäre, wobei Kenntnisse über das Gesamtgewicht des beschlagnahmten Elfenbeins fehlen.

Wir fordern die Bundesregierung auf, Wilderei und dem illegalem Handel mit Elfenbein und Nashornhorn einen wirksamen Riegel vorzuschieben und sich für ein generelles und konsequentes Verbot dieses Handels auf nationaler und internationaler Ebene wirksam einzusetzen. Wir sprechen uns dafür aus, das in Deutschland beschlagnahmte illegale Elfenbein öffentlich zu zerstören, so wie dies bereits in mehreren anderen Ländern gemacht wurde, um ein Zeichen für den Schutz von Elefanten und Nashörnern zu setzen.

 

[1] http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/18/010/1801072.pdf

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