Bild: Andreas Lischka / Pixabay

Bundesregierung schützt Alleen in Sachsen-Anhalt nicht

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Zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage „Winterdienst und Alleenschutz“ erklärt Steffi Lemke, parlamentarische Geschäftsführerin und naturschutzpolitische Sprecherin:

„Die über 33.000 Alleenbäume in Sachsen-Anhalt müssen besser geschützt werden. Die Bundesregierung nimmt den Schutz der Alleen nicht ernst. Statt beim Winterdienst an Alleen auf alternative Taustoffe oder Splitt zu setzen, schüttet die Regierung alle Straßen in Deutschland mit Tonnen von Salz zu. Im letzten Winter wurden allein in Sachsen-Anhalt mehr als 30.000 Tonnen Salz auf Autobahnen und Bundesstraßen gestreut – ohne Rücksicht auf die durch den heißen Sommer ohnehin schon stark belasteten Alleenbäume. Dauerhaft mit Streusalz belastete Bäume sterben ab und müssen gefällt werden. Auch aufgrund des massiven Streusalzeinsatzes ist seit Jahren eine Reduzierung des Alleenbestandes in Deutschland zu beobachten. Für die Bundesregierung muss es vor allem billig sein und sie setzt deshalb weiter auf Salz. Langfristig ist der Streusalzeinsatz teurer, denn wenn die Bäume über Jahre durch das Salz geschädigt werden sterben sie ab, müssen gefällt und nachgepflanzt werden. Die Bundesregierung muss den Alleenschutz auf allen Straßen endlich ernst nehmen und in Alleen auf den Streusalzeinsatz verzichten. In Dänemark ist man bereits weiter. In Kopenhagen wurden erfolgreich alternative Taustoffe wie Kaliumformiat getestet. Wir GRÜNE fordern auch in Deutschland großflächige Feldversuche – zum Beispiel in Sachsen-Anhalt – um diese alternativen Taustoffe zu erproben.“

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