Bild: Pexels / Pixabay

Kein Ende in Sicht: Walfang in Japan

Bild: Pexels / Pixabay

Zur Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs durch Japan, ab 1. Juli 2019 erklärt Steffi Lemke, parlamentarische Geschäftsführerin und naturschutzpolitische Sprecherin:

„Die Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs durch Japan ist ein herber Rückschlag für den internationalen Meeres- und Artenschutz. Erfolge die über Jahrzehnte für einzelne Populationen erkämpft worden sind, drohen nun dauerhaften Schaden zu nehmen. Die Hoffnung bleibt, dass durch den Ausstieg Japans bei der Internationalen Walfangkommission, wichtige Entscheidungen für die Meeressäuger nicht mehr blockiert werden. Ein seit Jahren am Widerstand Japans scheiterndes Walschutzgebiet im Südost-Atlantik könnte nun endlich Wirklichkeit werden.

Die deutsche Bundesregierung muss sich nun umso mehr für einen weltweiten Schutz bedrohter Tierarten einsetzen – das fängt im Übrigen auch beim heimischen Schutz der Meerestiere in Nord- und Ostsee an. Die einzige heimische Walart, der Schweinswal, ist weiterhin vom Aussterben bedroht. Wir fordern endlich wirksame Meeresschutzgebiete für Schweinswal und Co. in Nord- und Ostsee“.

Hintergrund:

Bei der letzten Tagung der internationalen Walfangkommission (IWC) im September 2018, hatte Japan versucht den kommerziellen Walfang weltweit wieder zu erlauben und ist dabei gescheitert. Ganz im Gegenteil hat sich die IWC in der „Florianópolis Deklaration“ dem Walschutz verpflichtet und diesen als oberste Priorität auf der Agenda der IWC verankert. Mit dieser Neuorientierung schaffte die IWC den längst überfälligen Schritt in die Zukunft. Als Reaktion auf diese Neuausrichtung verkündete Japan Ende 2018 den Ausstieg aus der IWC. Walfang betreiben die Japaner jedoch schon seit vielen Jahren unter dem Deckmantel von wissenschaftlichen Untersuchungen.

Die Deutsche Welle berichtete am 30.06.2019: Japan nimmt kommerziellen Walfang wieder auf

Verwandte Artikel