Bald Valentinstag ohne Turteltauben?

Foto: Felipe Lopez / Unsplash

Zur schriftlichen Frage an die Bundesregierung zum Thema Turteltauben erklärt Steffi Lemke, parlamentarische Geschäftsführerin und naturschutzpolitische Sprecherin:

„Wir haben in den letzten 25 Jahren zwei Drittel der Turteltauben verloren. Wenn diese Entwicklung so weiter geht, werden unsere Enkel dieses Tier nicht mehr in der freien Natur kennen lernen können. Es ist alarmierend, mit welcher Geschwindigkeit ihr Verlust vonstattengeht und dass eine Allerweltsart wie die Turteltaube auf der Internationalen Roten Liste landet.

Die industrielle Landwirtschaft schwächt die Population. In ausgeräumten Landschaften voller Monokulturen und Äckern belastet mit Pestiziden finden die Turteltauben immer weniger Futter und Brutplätze.

Dabei ist der Verlust der Turteltaube nur ein kleiner Ausschnitt der Biodiversitätskrise, die wir derzeit erleben. Das Vogel-, Insekten- und Artensterben schreitet voran und die Bundesregierung ergreift keine Maßnahmen dagegen. Wenn es um die harten Brocken geht, bleibt sie tatenlos. So enttäuschen die Vorschläge zur Gemeinsamen Agrarpolitik und das Vorgehen der Bundesregierung auf ganzer Linie. Bei der Neuausrichtung der europäischen Agrarpolitik muss gelten, öffentliches Geld nur noch für gesellschaftliche Leistungen – wie Tier-, Klima-, und Naturschutz. Anders lässt sich der Negativtrend beim Vogel- und Artensterbens nicht aufhalten. Die Bundesregierung ist gefordert den Natur- und Artenschutz endlich erst zu nehmen, anderenfalls trägt sie auch für das Verschwinden der Turteltauben die Verantwortung“

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