Der Naturschutz in Deutschland ist dramatisch unterfinanziert

Bild: rostichep / Pixabay

Zum Bericht zur Umsetzung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Bericht) der Bundesregierung an die Europäische Kommission erklärt Steffi Lemke, parlamentarische Geschäftsführerin und naturschutzpolitische Sprecherin:

„Ein Drittel der geschützten Tier- und Pflanzenarten ist in einem schlechten Zustand – bei geschützten Lebensräumen sieht es noch schlimmer aus. Dass die Zeichen auch in Schutzgebieten so schlecht stehen, macht den dramatischen Zustand unserer Biodiversität deutlich. Der Naturschutz in Deutschland ist dramatisch unterfinanziert, es fehlen knapp 900 Millionen Euro um europäische Naturschutz-Richtlinien umzusetzen. Während gleichzeitig Milliarden in eine Landwirtschaftspolitik fließen, die Hauptverursacher für das Artenstreben und die Naturzerstörung ist. Das ist völlig absurd. Die Bundesregierung muss endlich natur- und umweltschädliche Subventionen abbauen. Wir müssen hin zu einer umweltfreundlichen Landwirtschaft, die Wasser und Luft sowie Artenvielfalt und Boden schützt, anstatt zu schädigen. Wir wollen pestizidfreie Gebiete schaffen durch ein Pestizidreduktionsprogramm und einen Verzicht von Pestiziden in Schutzgebieten. Außerdem wollen wir die Vergüllung der Landschaft beenden. Nötig ist auch ein Neustart der Verhandlungen zur europäischen Agrarreform. Wir wollen, dass Steuergeld nur noch für landwirtschaftliche Betriebe genutzt wird, die Umwelt- und Naturschutz- sowie Klima- und Tierschutz voranbringen.“

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