Weltweite Abholzung von Wäldern

Bild: TanteTati / Pixabay

Zur Antworten der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage „Internationale Waldzerstörung durch Importe nach Deutschland“ erklärt Steffi Lemke, Parlamentarische Geschäftsführerin und Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Die Bundesregierung bestätigt in der Antwort auf meine Kleine Anfrage: Die weltweite Abholzung von Wäldern geht immer weiter und zerstört immer schneller artenreiche Naturwälder, seit 2014 hat der Verlust an Naturwäldern noch einmal um 44 Prozent zugenommen. Diese ökologische Katastrophe befeuert das Artensterben und heizt die Klimakrise weiter an. Daran haben Deutschland und die EU durch Produktimporte aus abgeholzten Flächen erheblichen Anteil. Die Bundesregierung ist offensichtlich politisch überfordert: Der Amazonas-Regenwald brennt, doch die Bundesregierung flüchtet sich in Dialogforen und setzt auf freiwillige Selbstverpflichtungen, obwohl deren beschränkte Wirkung bekannt ist. Statt klarer Gesetze zum Naturschutz formuliert die Bundesregierung nun „Erwartungen“ an die Wirtschaft – das ist Politikversagen a la GroKo. Die Bundesregierung wird so schon bald ihr nächstes umweltpolitisches Ziel, bis 2020 entwaldungsfreie Lieferketten nach Deutschland durchzusetzen, kassieren müssen und bricht damit die New-Yorker-Walderklärung von 2014. Wer so agiert, wird Waldzerstörung nicht aufhalten. Entschlossene politische Maßnahmen, wie einen Importstopp von nicht zweifelsfrei nachhaltigem Palmöl und Soja und gesetzlich durchgesetzte Mindeststandards statt undurchsichtiger Pseudo-Siegel, sind längst überfällig.“

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