Den Meeren geht der Sauerstoff aus

Bild: Pexels / Pixabay

Am Wochenende hat die Weltnaturschutzunion IUCN ihren aktuellen Bericht „Ocean deoxygenation: Everyone’s problem“ vorgestellt. Laut diesem Bericht sind circa 700 Meeresregionen auf unserem Planeten von einem gravierenden Sauerstoffverlust im Wasser betroffen: Durch steigende Wassertemperaturen in Folge der Klimakrise kann das Wasser weniger Sauerstoff binden und die Meeresverschmutzung durch Nährstoffe führt zu übermäßigem Algenwachstum, die übermäßig Sauerstoff verbrauchen. So fehlt der überlebensnotwendige Sauerstoff für Fische, große Todeszonen ohne Leben entstehen. Die IUCN spricht vom „möglicherweise letzten Alarmsignal“ unserer Meere.Eines der größten geschlossenen Meeresökosysteme mit niedrigem Sauerstoffgehalt ist die Ostsee: Hier ist die Belastung durch Düngemittel ein besonders schweres Problem, große Mengen an Nitrat aus der in den Anrainerstaaten auf Feldern versprühten Gülle gelangen über die vielen Zuflüsse ins Meer. So ist die größte durch Menschen verursachte Todeszone inzwischen in der Ostsee. Die erschreckend große Menge an Nährstoffen in der Ostsee wurde auch durch die Kleine Anfrage Nährstoffbelastung der Ostsee deutlich. Eine Schriftliche Fragen von Steffi Lemke an die Bundesregierung zeigte, dass sich die deutschen Nährstoffeinträge aus Stickstoff, Phosphor und Schadstoffen in die Ostsee seit mehr als 10 Jahren auf einem viel zu hohen Niveau bewegen, der überwiegende Teil des Stickstoffs (80%) ist auf die industrielle Landwirtschaft zurückzuführen.

In unserem Aktionsplan Meeresschutz machen wir klar, was wir für den Schutz der Meere tun müssen: Stopp der Überdüngung in Deutschland durch Grenzwerte, klaren Klimaschutz durch schnellen Kohleausstieg, ein Ende der Überfischung und der Plastikvermüllung! Auch braucht es tatsächlich nutzungsfreie Meeresschutzgebiete als Rückzugsraum für Fische.

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