Druck auf die Vogelbestände wächst

Bild: Dr. Georg Wietschorke / Pixabay

Zum von Bundesamt für Naturschutz (BfN) vorgestellten Vogelschutzbericht 2019 erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Der Bericht ist alarmierend. Von einem Drittel der Vogelarten gibt es immer weniger Tiere und der Druck auf die Vogelbestände wächst. Besonders schlecht geht es den Vögeln in der Agrarlandschaft. Ohne Wiesen, Weiden und Hecken finden diese Vögel kaum noch einen Lebensraum. Die Bundesregierung muss das Vogelsterben endlich entschieden bekämpfen. Zwar verweist sie gern auf ihr Aktionsprogramm Insektenschutz, doch werden die darin angekündigten Maßnahmen der Krise des Artensterbens nicht gerecht. Außerdem ist außer blumigen Ankündigungen der Bundesregierung im Bundestag vom Insektenschutzgesetz noch nichts zu sehen.

Es darf keine Ausreden mehr geben, nicht zu handeln. Der Weltbiodiversitätsrat hat gezeigt, dass eine Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sind. Der Schutz der ganzen Bandbreite des Reichtums von Tieren und Pflanzen muss in den Fokus der Politik der Bundesregierung rücken. Die Biodiversität braucht ein Nothilfeprogramm statt Ankündigungspolitik und Klein-Klein. Dafür muss der wichtigste Hebel beim Schutz der Biodiversität – die Agrarpolitik – umgelegt werden: weniger Pestizide, ein Aus für Glyphosat und die Milliarden-Subventionen für die Naturzerstörung in der Landwirtschaft. Wir wollen, dass Steuergeld nur noch für landwirtschaftliche Betriebe genutzt wird, die Umwelt- und Naturschutz- sowie Klima- und Tierschutz voranbringen.“

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