Elbe: Wasser lässt sich nicht herbeibauen

Bild: Pixaline / Pixabay

Zu den Antworten der Bundesregierung auf die schriftliche Frage zu „Wassertiefen und Transporten auf der Elbe im Jahr 2019“ erklärt Steffi Lemke, parlamentarische Geschäftsführerin und naturschutzpolitische Sprecherin:

„Auch wenn gegenwärtig kein hoher Wasserstand herrscht, wird klar dass die Elbe in 2019 für einen geregelten Güterverkehr viel zu wenig Wasser führte. An einem Drittel der Tage des letzten Jahres lag der Wasserstand der Elbe unter einem Meter. Es wurden noch weniger Güter auf der Elbe transportiert als im Jahr zuvor. Lang anhaltendes Niedrigwasser wird die Elbe und ihre Anwohnerinnen und Anwohner mit Blick auf die Klimakrise weiter begleiten und die planmäßige Schiffbarkeit unmöglich machen. Klar ist: das Wasser fehlt und es lässt sich auch nicht herbeibauen. Wir müssen uns auf die Elbe als Ökosystem konzertieren. Diese einzigartige Naturlandschaft ist ein Hort der lebendigen Vielfalt. Doch Klimaveränderungen, Tiefenerosion und Baumaßnahmen, die die Folgen der Trockenheit noch verschärfen,  bedrohen die wertvollen Lebensräume der Elbelandschaft. Maßnahmen wie die künstliche Einengung des Flusses für die Güterschifffahrt schaden den Auenwäldern: diese Wälder entlang der Elbe kämpfen bereits mit der Trockenheit, doch die künstliche Einengung führt zu weiterer Tiefenerrosion und damit sinkendem Grundwasserspiegel.“

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