Bienen sind ein Schlüssel zum Erhalt der biologischen Vielfalt

Bild: K. Gielow

Zum dritten Weltbienentag erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutz:

„Der heutige Weltbienentag ist eine Gelegenheit, um das Bewusstsein über die Bedeutung von Bestäubern wie Bienen und die Bedrohungen, denen sie ausgesetzt sind, zu schärfen. Bienen sind wichtige Bestäuber und Bestäubungen sind ein grundlegender Prozess für das Überleben unserer Ökosysteme. Wir alle sind auf das Überleben der Bienen in unseren Ökosystemen angewiesen. Die menschliche Gesundheit und die Gesundheit der Natur sind miteinander verflochten. Fast 90% der wild blühenden Pflanzenarten der Welt sind in irgendeiner Form auf die Bestäubung von Tieren angewiesen. Bienen tragen damit nicht nur direkt zur Ernährungssicherheit bei, sondern sie sind auch der Schlüssel zum Erhalt der biologischen Vielfalt.

Die Lebensbedingungen für Bienen und viele andere Bestäuber haben sich in den letzten Jahrzehnten allerdings verschlechtert. Von den 560 in Deutschland registrierten Wildbienenarten steht ca. die Hälfte auf der Liste der gefährdeten Arten. Insbesondere Wildbienen finden immer weniger Lebensräume. Es fehlt an vielfältiger pollen- und nektarreicher Nahrung. Wenn die Bienen weiterhin bestäuben sollen, dann müssen wir ihnen helfen.

Die blumigen Worte und laschen Ankündigungen der Ministerinnen Schulze und Klöckner helfen unserer Tier- und Pflanzenwelt jedoch nicht weiter. Beim Aktionsprogramm Insektenschutz und beim weiteren Glyphosatausstieg hat sich bislang nichts getan. Nicht einmal ein Glyphosatverbot für die private Anwendung gibt es. Dabei sind 39 Wildbienen-Arten bereits ausgestorben. Für eine bienen- und artenfreundliche Landwirtschaft braucht es einen Pestizidausstieg, den Glyphosatausstieg, das sofortige Ende bienegefährlicher Stoffe, einen Wildnisfonds und mehr Geld für den Naturschutz. Bei der europäischen Agrarpolitik muss gelten, öffentliches Geld nur noch für gesellschaftliche Leistungen. Nur mit einer veränderten Agrarpolitik können wir dem Ziel einer gesunden Natur näher kommen.“

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