Waldstudie des World Resource Institute

Bild: Rosina Kaiser / Pixabay

Zur Waldstudie des World Resources Institute erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Es sind dramatisch Zahlen: Alle sechs Sekunden verschwindet ein Fußballfeld Primärwald. Dieser Verlust an Natur gefährdet uns alle. Die Klimakrise wird weiter angeheizt und unsere biologische Vielfalt in ihrer Einzigartigkeit unwiederbringlich zerstört. Wir müssen die Schatzkammer unserer Erde endlich schützen und nicht nur nutzen. Wald stellt nicht nur Holz zur Verfügung. Wald speichert Wasser und er sorgt für Abkühlung. Intakte Ökosysteme sind vorsorgender Gesundheitsschutz, denn Naturzerstörung begünstigt die Ausbreitung von Zoonosen, also Krankheiten die von Tieren auf Menschen überspringen.

Wir müssen Wald weltweit als Ökosystem betrachten und stärker in den Fokus unserer politischen Arbeit rücken. Gerade Brasilien, in dem das Herzstück des Amazonas-Regenwaldes liegt, ist hier gefragt. Doch statt den Regenwald mit der gebotenen Dringlichkeit zu schützen, toleriert die Bolsonaro-Regierung kriminelle Machenschaften wie Landraub und Eindringen in indigene Gebiete genauso wie illegale Mienen und Holzraub. Das dürfen wir nicht zulassen. Das Abkommen, in dem sich die EU und der südamerikanische Staatenbund Mercosur über ein umfassendes Freihandelsabkommen verständigen, darf deshalb so nicht verabschiedet werden. Es ist ein Vertrag dass die Turboentwicklung noch weiter ankurbeln würde.

Es liegt auch in unserer Verantwortung den Raubbau zu verhindern. Dafür braucht es national wie international durchsetzungsstarke Gesetzte wie das Holzhandelssicherungsgesetzt und entwaldungsfreie Lieferketten.“

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