Klimakrise bedroht zahlreiche Gebirgspflanzen

Zur Antwort der Bundesregierung auf Ihre Kleine Anfrage „Verlust und Verdrängung von Gebirgspflanzen durch die Klimakrise“ erklärt Steffi Lemke, Parlamentarische Geschäftsführerin und naturschutzpolitische Sprecherin:

„Ob Enzian, Edelweiß oder rote Kohlröschen – zahlreiche Gebirgspflanzen sind vom Aussterben bedroht. Die Auswirkungen der Klimakrise sorgen für eine weitere Verschärfung der Lage, denn die Erhitzung der Gebirgsregionen erfolgt schneller als im globalen Durchschnitt. Bis zum Jahr 2050 droht durch die Klimakrise der Verlust von der Hälfte der Gletschermasse in Deutschland. Bei ausbleibendem Klimaschutz sind die Alpen am Ende des Jahrhunderts Eisfrei. Welche Auswirkungen die Erhitzung und der Süßwasserverlust für die Ökosysteme haben ist bisher kaum abzusehen. Klar ist, dass uns ein dramatischer Verlust an kälteliebenden Gebirgspflanzen droht. Schon heute ist fast jede zweite Gebirgspflanze vom Aussterben bedroht. Deutschland muss endlich wirksamen Klimaschutz umsetzen, auch um unsere Natur und Lebensgrundlagen zu bewahren. Das Anfang Juli beschlossene Kohle-Erhaltungs-Gesetz ist dahingehend klimapolitisch das völlig falsche Signal.“

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