Naturzerstörung und Wildtierhandel stoppen

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Zum Antrag der grünen Bundestagsfraktion  „Naturzerstörung und Wildtierhandel stoppen – Risiko für zukünftige Pandemien senken“ erklärt Steffi Lemke, parlamentarische Geschäftsführerin und naturschutzpolitische Sprecherin:

„Die Zerstörung unserer Natur schreitet voran – durch Abholzung, Klimakrise, Erhitzung der Meere und Landnutzungsänderungen für die Landwirtschaft. Dabei sind wir von gesunder Natur abhängig, sichert sie uns ein gutes Leben. Sie senkt den CO2-Gehalt, bietet saubere Luft und klares Wasser und ermöglicht uns Ernährung und Erholung. Gesunde Ökosysteme sind vorsorgender Gesundheitsschutz, denn Naturzerstörung begünstigt die Ausbreitung von Zoonosen, also Krankheiten, die von Tieren auf Menschen überspringen können. Diese Krankheiten sind ein Warnzeichen, dass Naturzerstörung nicht mehr so weiter gehen darf. Um das Risiko einer zukünftigen Krankheit, die ursprünglich von Wildtieren stammt, zu reduzieren, ist Prävention der einzig mögliche Weg. Von besonderer Relevanz für die Vorsorge gegen mögliche Pandemien ist der Schutz der Natur und die Wiederherstellung und Bewahrung der letzten gesunden Ökosysteme unseres Planeten. Lebensräume für Wildtiere müssen dringend erhalten werden, um die Interaktion mit bisher unbekannten Krankheitserregern aus der Wildnis zu reduzieren. Die Bundesregierung muss ihre Bemühungen für den Internationalen Wald- und Biodiversitätsschutz dringend intensivieren. Die Verhandlungen zu einem neuen internationalen Biodiversitätsabkommen bieten die Chance, 30 Prozent der Erdoberfläche dauerhaft zu schützen und damit auch zukünftige Epidemien zu vermeiden. Klar ist, dass Beschränkungen des Wildtierhandels nicht nur aus Artenschutzgründen sondern aus Gesundheitsschutz sinnvoll ist und umgesetzt werden muss. Der Import von Wildtieren ist ein gefährliches Einfalltor für potentielle Zoonosen.“

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