Böden in Sachsen-Anhalt erholen sich nicht

Bild: Pixaline / Pixabay

Zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage „Entwicklung der Bodenfeuchtigkeit in Deutschland erklärt Steffi Lemke, parlamentarische Geschäftsführerin und naturschutzpolitische Sprecherin:

„Nach den Dürrejahren 2018 und 2019 haben sich die Böden längst noch nicht erholt. Die Folgen der Klimakrise sind auch in Sachsen-Anhalt spürbar – wir sind im dritten Dürrejahr in Folge. Nachdem schon die vergangenen beiden Jahre viel zu trocken waren, konnten sich Böden und Pflanzen auch im Frühjahr 2020 nicht erholen. Jetzt sind die Böden besonders in tiefen Schichten viel zu trocken und die Grundwasserstände sinken. Die Dürre der letzten Jahre zeigt deutlich, dass die Klimakrise erhebliche Auswirkungen auf unser Leben, unsere Umwelt und unser Wirtschaften hat – selbst wenn es gelingt, den Anstieg der Erdtemperatur auf unter zwei Grad zu begrenzen. Damit Wasserkreisläufe vor Ort wieder mehr Wasser führen, muss Wasser in der Landschaft zurückgehalten werden. Dazu zählt die Wiederherstellung gesunder Auen, die Renaturierung von Mooren und die Entwicklung naturnaher Laubmischwälder, unter denen sich mehr neues Grundwasser bilden kann. Für die Landwirtschaft braucht es  eine Neuverteilung der öffentlichen Gelder, die dafür sorgen, dass nicht weiter die reine Ertragsmaximierung im Vordergrund steht, sondern auch der Aufbau gesunder humusreicher Böden. Nur so können diese auch ausreichend Wasser filtern und speichern.“

 

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