Studie: Mikroplastik-Funde am Meeresboden

Bild: Brian Yurasits / Unsplash

Zur Studie der australischen Regierung zu Mikroplastik-Funden am Meeresboden erklären Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik und Dr. Bettina Hoffmann, Sprecherin für Umweltpolitik:

„Je mehr Studien zu Mikroplastik erscheinen, desto beunruhigender werden die Nachrichten. Die Bundesregierung muss endlich wirksame Maßnahmen ergreifen, um den Eintrag von Mikro- und Nanoplastik in die Umwelt zu stoppen. Notwendig ist ein gut kontrolliertes Exportverbot für Abfälle in Länder, in denen die Recycling-Infrastruktur schlechter ist als in Deutschland. Darüber hinaus braucht es ein internationales Abkommen, das die Weltgemeinschaft dazu verpflichtet, den Eintrag von Plastik in die Umwelt bis zum Jahr 2030 zu stoppen.

Deutschland ist weiterhin das europäische Schlusslicht in Sachen Müllvermeidung. Wo viel Müll anfällt, kann auch viel Müll in die Umwelt gelangen. Wir erwarten deshalb von der Bundesregierung nach wie vor einen umfassenden Vorschlag zur Reduzierung von Plastikabfällen. Überfällig ist ein generelles Verbot von Mikroplastik in allen Kosmetikprodukten sowie in Wasch- und Reinigungsmitteln. Das muss auch für flüssiges oder gelartiges Mikroplastik gelten, das beispielsweise in Cremes, Lippenstiften oder Haarspray eingesetzt wird.“

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