Verbot von bleihaltiger Munition in Feuchtgebieten zum Schutz von Vögeln und Natur

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Zur Entscheidung der Bundesregierung, auf EU-Ebene für ein Verbot von bleihaltiger Munition in Feuchtgebieten zum Schutz von Vögeln und Natur stimmen zu wollen, erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Die Vernunft hat in letzter Minute gesiegt. Das Einlenken Klöckners ist ein großer Schritt nach vorne in dieser Debatte aus der Mottenkiste. Klar ist, Bleimunition ist völlig unnötig und gehört verboten, um die Vögel und Natur Europas besser zu schützen. Jetzt muss der Duck hoch bleiben, um auch Tschechien noch umzustimmen, nachdem die Abstimmung kurzfristig verschoben wurde. Die Bundesregierung geht davon aus, dass in der EU jährlich mehr als 900.000 überwinternde Vögel und mehr als 800.000 Brutvögel an Bleivergiftungen durch Bleischrot verenden. Angesichts der Krise unserer Natur und Vogelsterbens sind das dramatische Zahlen, die es zu verhindern gilt.“

Deutschland verhindert Vogelschutz – Verbot bleihaltiger Munition muss kommen

Bild: writertess / Pixabay

Zu den Antworten der Bundesregierung auf die schriftliche Frage zum geplanten Verbot von bleihaltiger Munition bei der Jagd an Feuchtgebieten erklärt Steffi Lemke, parlamentarische Geschäftsführerin und naturschutzpolitische Sprecherin:

„Die Bundesregierung geht davon aus, dass in der EU jährlich mehr als 900.000 überwinternde Vögel und mehr als 800.000 Brutvogel an Bleivergiftungen durch Bleischrot verenden. Angesichts der Krise unserer Natur und Vogelsterbens sind das dramatische Zahlen. Dabei ist das Vogelsterben durch Bleischrot völlig unnötig. (mehr …)

Rote Liste wird immer länger

Zur heute vorgestellten aktualisierten Roten Liste der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten erklärt Steffi Lemke, Parlamentarische Geschäftsführerin und naturschutzpolitische Sprecherin:

Die Rote Liste der Weltnaturschutzorganisation ist ein Indikator für die Gesundheit der weltweiten Natur. Ob Feldhamster, Lemuren-Arten oder Glattwale – die Liste der bedrohten Tiere wird länger und länger. Ihr Lebensraum wird zerstört – durch Abholzung, Klimakrise, Erhitzung der Meere und Landnutzungsänderungen für die Landwirtschaft. Dabei sind wir von gesunder Natur abhängig, sichert sie uns ein gutes Leben. Sie senkt den CO2-Gehalt, bietet saubere Luft und klares Wasser und ermöglicht uns Ernährung und Erholung. (mehr …)

Ostsee in katastrophalem Zustand

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Zur Übernahme des Vorsitzes der Helsinki-Kommission durch Deutschland zum Schutz der Ostsee erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Die Ostseeanreiner haben sich verpflichtet, bis zum Jahr 2021 einen guten Meereszustand zu erreichen. Doch die Ostsee befindet sich weiterhin in einem katastrophalen Zustand. Überhitzung, Schadstoffeinträge, der Sauerstoffmangel und die Überfischung setzen den marinen Ökosystemen massiv zu. Beim Meeresschutz sind es auch die deutschen Meeresgebiete, die bisher keinerlei Schutz für bedrohte Arten und Ökosysteme bieten. (mehr …)

Bundesregierung lässt Bienen und Insekten im Stich

Bild: kie-ker /Pixabay

Zum sogenannten Insektenschutzgesetz erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Das ist ein schlechtes Gesetz und es bricht mit allen Versprechungen, die die Bundesregierung beim Insektenschutz gegeben hat. Denn auf der wichtigsten Baustelle wird weiter blockiert: Im Bereich Pestizide tut sich nichts. Angesichts des Ausmaßes der Krise unserer Natur und entgegen allen Lippenbekenntnissen der Bundeslandwirtschaftsministerin ist dies nicht akzeptabel. (mehr …)