Vorstellung des Berichtes des Weltbiodiversitätsrates

Bild: Bela Geletneky / Pixabay

Zur Vorstellung des Berichtes des Weltbiodiversitätsrates erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Intakte Natur und unsere Gesundheit sind existentiell miteinander verbunden, das macht dieser Bericht klar. Eine zerstörte Natur lässt das Risiko für Pandemien, die einen tierischen Ursprung haben, steigen. Bis zu 850.000 noch unbekannte Viren in Tieren könnten Menschen erkranken lassen. (mehr …)

10. Jahrestag der UN-Biodiversitätskonferenz (CBD) in Nagoya

Zum 10-jährigen Jahrestag der UN-Biodiversitätskonfernez (CBD) in Nagoya, Japan erklärt Steffi Lemke, naturschutzpolitische Sprecherin:

„Die damals beschlossenen Aichi-Ziele waren ein Fortschritt im Kampf für die Biodiversität. Alle Länder verpflichteten sich, das Arten-Aussterben bis 2020 zu stoppen. Leider blieb es bei den hehren Zielen ohne nennenswerte Umsetzung. Hinter uns liegt daher ein verlorenes Jahrzehnt für den Naturschutz. Kein einziges Aichi-Ziel, dass vor zehn Jahren für den weltweiten Biodiversitätsschutz beschlossen wurde, konnte bis heute erreicht werden.

Die Naturzerstörung geht unaufhörlich weiter. Damit verschlechtert sich auch der Zustand der Natur weiterhin auf dramatische Weise. In unzähligen Berichten ist das dokumentiert. Und deshalb steigt auch der Druck zu handeln stetig weiter. Ein neues Abkommen zur Biodiversität, das nächstes Jahr verhandelt wird, muss sich endlich in konkreten Maßnahmen wiederfinden, die von jedem Land weltweit tatsächlich und verbindlich umgesetzt werden. Dafür muss sich die Bundesregierung in den Verhandlungen stark machen. Nur so kann der Krise der Biodiversität Einhalt geboten werden.“

Naturschutz ist unterfinanziert

Bild: Getty Images

Zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage „Fehlende Finanzierung für den Naturschutz“ erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Gesunde Natur ist eine Seltenheit geworden, das Arten-Aussterben beschleunigt sich. Dennoch ist die Finanzlücke im Bereich Naturschutz riesig: Die Bundesregierung geht von bis zu knapp einer Milliarde Euro fehlender Gelder für Naturschutzgebiete pro Jahr aus. Doch der Naturschutz ist nicht nur unterfinanziert, (mehr …)

Fehlender Gelder für Naturschutzgebiete

Bild: Michael Gaida / Pixabay

Zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage Umsetzung der Empfehlungen des SRU im Bereich Naturschutz erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Weltweit sind eine Million Arten vom Aussterben bedroht, doch Natur- und Artenschutz ist für diese Bundesregierung weiter keine Priorität. Zu oft hört die Bundesregierung nicht auf die Empfehlungen ihres eigenen wissenschaftlichen Beirates im Bereich Naturschutz: Den schlechten Zustand unserer Flüsse und Meere durch Überdüngung, (mehr …)

Sojaimporte nach Deutschland

Bild: Julio César García / Pixabay

Zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage „Sojaimporte nach Deutschland“ erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Die Wälder der Erde brennen und werden abgeholzt. Die weltweite Anbaufläche für Soja war noch nie so groß. Mitverantwortlich ist auch der Anbau von Soja, das nach Deutschland importiert wird. So landet Regenwald im Tierfutter und im Tank. Die Waldpolitik der Bundesregierung verspielt den Schutz des Waldes, denn sie kommt nicht über freiwillige Selbstverpflichtungen hinaus.“