Bäume sind unverzichtbar für den Artenschutz

Bild: Katrin Gielow

Zum Tag des Baumes am 25. April erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Bäume und Wälder sind unverzichtbar für den Artenschutz, für den Menschen und im Kampf gegen die Klimakrise. Es ist eine Menschheitsaufgabe, die weltweite Vernichtung zu stoppen. Es ist alarmierend, dass es im April überhaupt nicht  geregnet hat. Der Boden ist staubtrocken. Auch die Wasserspeicher im tieferen Boden sind noch nicht wieder aufgefüllt. Auch in den kommenden Wochen ist nicht mit Regen zu rechnen. Bereits jetzt kämpfen Feuerwehrleute gegen Waldbrände. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis vielerorts, wie bereits in Brandenburg, erneut die höchsten Gefahrenstufen für Waldbrände ausgerufen werden. Gesunde Bäume und naturnahe Wälder sind zentraler Baustein im Kampf gegen die Klimakrise und das Arten-Aussterben. Dies gilt für die artenreichen tropischen Regenwälder, aber genauso für die letzten naturnahen Buchenwälder in Deutschland. (mehr …)

Appell an die Bundesregierung

6. April 2020. In der Europäischen Union haben sich Staaten zusammengeschlossen, um miteinander die großen Herausforderungen der Menschheit besser gestalten zu können. Die Corona-Krise trifft uns in einem uns bisher unbekannten Ausmaß und wir erleben, dass sich globale Zusammenhänge massiv verändern. Nicht nur die Rollenverteilung von Staaten, beispielsweise der USA und China, verschieben sich, sondern auch Lieferketten und die Globalisierung werden neu betrachtet. Wir steuern in eine weltweite Rezession, die ohne eine starke, gemeinsame politische Reaktion zu Massenarbeitslosigkeit und steigender sozialer Spaltung führen kann. Wir befinden uns aber auch in eine Zeit, in der es entscheidend sein wird, unsere Gesellschaft gegen derartige Krisen, wie auch die Klimakrise, zu wappnen. (mehr …)

Bedeutung des Naturschutzes in der Seuchenbekämpfung

Bild: Bela Geletneky / Pixabay

Zur heutigen Pressekonferenz von Umweltministerin Schulze zur Bedeutung des Naturschutzes in der Seuchenbekämpfung erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutz:

„Es ist sehr zu begrüßen, dass die Bundesregierung den Zusammenhang zwischen Naturzerstörung und der steigenden Gefahr vor Pandemien anerkennt und öffentlich thematisiert. Das ist in der Vergangenheit zu wenig passiert. Aus diesen Erkenntnissen muss aber konkretes Handeln erwachsen. Neben langfristigen Maßnahmen zum Schutz unserer Natur – national wie international – muss die Bundesregierung auch kurzfristig handeln. Es ist absurd: Obwohl viele Reptilien- und Amphibienarten in ihrer Heimat gefährdet sind, werden sie weiterhin nach Deutschland und Europa verkauft und hier gehandelt. (mehr …)

Handeln statt zusehen

https://leavenoonebehind2020.org/de/

Das Virus betrifft alle, aber nicht gleichermaßen. Besonders gefährdet sind Risikogruppen wie alte Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen oder Behinderungen – und alle jene ohne ausreichenden Zugang zu Hygienemaßnahmen und Krankenversorgung. Darunter fallen arme Menschen, Obdachlose und auch die Geflüchteten an den europäischen Außengrenzen, die dort schon lange unter unzumutbaren Bedingungen ausharren. (mehr …)

Handel mit Wildtieren befeuert Arten-Aussterben

Bild: Inspiredlmages / Pixabay

Zur heute (30.03.2020) vom Bundesamt für Naturschutz vorgestellten Studie „Strategien zur Reduktion der Nachfrage nach als Heimtiere gehaltenen Reptilien, Amphibien und kleinen Säugetieren“ erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Diese Studie macht deutlich, das globale Arten-Aussterben wird durch den Handel mit Wildtieren in Deutschland befeuert. Es ist absurd: Obwohl viele Reptilien- und Amphibienarten in ihrer Heimat gefährdet sind, werden sie weiterhin nach Deutschland und Europa verkauft und hier gehandelt. Zwischen 2014 bis 2018 importierte Deutschland beispielsweise insgesamt mehr als 1,3 Millionen lebende Reptilien aus aller Welt für den Heimtiermarkt, davon kamen über 350.000 aus China. (mehr …)