Palmöl jetzt aus den Autotanks

Bild: Tafilah Yusof / Pixabay

Zur Bekanntgabe der Europäischen Kommission, dass die Beimischung von Palmöl zum Diesel als nicht nachhaltig eingestuft wird, erklärt Steffi Lemke, parlamentarische Geschäftsführerin und naturschutzpolitische Sprecherin:

„Es ist gut, dass mit der Entscheidung der EU-Kommission der derzeitigen umweltschädlichen Praxis, Palmöl im Tank zu verbrennen, ein Riegel vorgeschoben wird. Mit der Palmölnutzung gehen gravierende Probleme einher – großflächige Regenwaldzerstörung mit massiven Klimaschäden und der Verlust von Biodiversität. Den oftmals katastrophalen Auswirkungen von Palmölnutzung trägt die Entscheidung nun Rechnung. Die Bundesregierung muss nun ihre nationalen Spielräume nutzen, um Palmöl jetzt aus den Autotanks zu bekommen. Frankreich kann hier ein Vorbild sein. Wir brauchen eine Strategie zur Reduktion von Palmöl und müssen auf Produkte setzen, die nicht auf die Abholzung von Wäldern bauen.“ (mehr …)

13.03.2019 Emnid-Umfrage zu Insektenschutz

Zur aktuellen Emnid-Umfrage, demnach 79 Prozent der Bevölkerung für mehr Insektenschutz ist, erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Die Ignoranz der Bundesregierung gegenüber dem Artensterben ist unerträglich. Der öffentliche Druck auf die Regierung wächst, mehr für Insekten zu tun. Die Koalition ist nun ein Jahr im Amt und die Liste ihrer Versäumnisse ist lang: Ankündigungen und Blümchenpapiere pflastern ihren Weg. Statt weg vom Gift auf dem Acker, weg von einer Landwirtschaft, die die Natur ausnutzt und gegen den Artenreichtum arbeitet, stecken die Ministerinnen Klöckner und Schulze den Kopf in den Sand, doch ein weiteres Papier und weitere Aktionspläne werden das Artensterben nicht stoppen. Solange die Bundesregierung die Agrarpolitik nicht reformiert, geht das Insektensterben weiter. Es braucht dringend strukturelle Veränderungen in der Agrarpolitik und mehr Gelder für den Naturschutz.“