Moore, Wälder, Seegraswiesen – Ökosysteme im Kampf gegen die Klimakrise

Die menschengemachte Klimakrise und das Arten-Aussterben bedrohen unsere Lebensgrundlagen. Jede weitere Tonne CO2 und jede weitere ausgestorbene Art sind eine Hypothek gegenüber folgenden Generationen und bringen die Erde an ihre ökologischen Grenzen. Ein Überschreiten dieser Grenzen gefährdet die Stabilität der Ökosysteme und damit auch die Lebensgrundlagen der Menschheit. Intakte Ökosysteme sind daher von zentraler Bedeutung für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen. Die Wiederherstellung von Ökosystemen und ihr Schutz sind ein wichtiger Baustein grüner Politik. Am 10. Februar 2020 hat die grüne Bundestagsfraktion zu einem öffentlichen Fachgespräch eingeladen. Diskutiert wurde die Rolle von sogenannten „Nature Based Solutions“ für den Klimaschutz. (mehr …)

Tickende Zeitbomben – Munitionsaltlasten in Nord- und Ostsee

Bild: David Hoffmann

Berlin, 4. März 2020, Fachgespräch zum Umgang mit Munitionsaltlasten im Meer

Gemeinsam mit Frank Schwabe (SPD) hat Steffi Lemke weitere Abgeordnete und Umweltverbände an einen Tisch gebracht, um eine Lösung für 1.9 Millionen Tonnen Munitionsaltlasten zu finden, die auf dem Grund der Nord- und Ostsee liegen. Jahrelang haben Bund, Länder und Behörden dieses Umweltproblem ignoriert und geraten nun mächtig unter Druck.

Korrosion und andere Prozesse zersetzen die Kampfmittel langsam und stetig. Je länger die Altlasten in den Meeren verbleiben, desto schlechter werden ihr Zustand und die Bergung umso komplizierter. Forschungsergebnisse des Thünen-Instituts zeigen, dass aus den Altlasten Giftstoffe hervortreten, welche die Meeresumwelt nachhaltig verseuchen. Bei Plattfischen, Muscheln und anderen Meereslebewesen wurden bereits Krebserkrankungen festgestellt. Diese verseuchten Lebensmittel können auch auf unseren Tellern landen. (mehr …)

Auf UN-Naturschutzgipfel droht Bundeskanzlerin Merkel Blamage

Bild: Georg Wietschorke / Pixabay

Zum Tag des Artenschutzes erklärt Steffi Lemke, parlamentarische Geschäftsführerin und naturschutzpolitische Sprecherin:

„Klare Flüsse, bunte Blumenwiesen, Bienen und Vögel: eine gesunde Natur ist für uns lebensnotwendig. Aber diese Naturvielfalt ist bedroht und stirbt vielerorts aus. Natürliche Flüsse gibt es in Europa kaum noch, das Insekten- und Vogelsterben ist alarmierend, Auen sind fast komplett zerstört und die Meere werden weiter vermüllt und überfischt. Statt zu handeln, verfehlt die Bundesregierung die Ziele ihrer Nationalen Biodiversitätsstrategie. (mehr …)

Fachgespräch am Mo, 10. Februar 2020 in Berlin

Bild: Marisa04 / Pixabay

Moore, Wälder, Seegraswiesen- Ökosystem und ihre Rolle im Kampf gegen die Klimakrise

Die menschengemachte Klimakrise und das Arten-Aussterben bedrohen unsere Lebensgrundlagen. Jede weitere Tonne CO2 und jede weitere ausgestorbene Art sind eine Hypothek gegenüber folgenden Generationen und bringen uns schon heute an den Rand der planetaren Grenzen. Arten-Aussterben und Klimakrise verstärken sich dabei gegenseitig. Die Berichte des Weltklimarates und des Weltbiodiversitätsrates zeigen auf eindringliche Weise, wie jedes Grad weniger Erderhitzung im Kampf gegen die Zuspitzung dieser Krisen zählt. Es wird deutlich, dass intakte Ökosystem von zentraler Bedeutung für die Lösung der Krisen unserer Zeit sind. Intakte Ökosysteme wirken auf vielfältige Art und Weise den Folgen der Klimakrise und des Arten-Aussterbens entgegen. (mehr …)

Beifang geht weiter illegal über Bord

Bild: Americanet / Pixapay

Bei der industriellen Schleppnetzfischerei in Nord- und Ostsee entstehen jedes Jahr viele hundert Tonnen unerwünschter Beifang. Diese für die Fischindustrie wertlosen Fische werden oftmals wieder über Bord zurück ins Meer geworfen, obwohl sie dabei meist verenden. Die Rückwürfe betreffen auch bedrohte, geschützte und Fangquoten unterliegende Arten. In der Antwort auf die Kleine Anfrage
„Kameragestützte Fernüberwachung auf Fangschiffen zur Kontrolle der Anlandeverpflichtung in der Fischereiwirtschaft“ heißt es unter anderem, dass im Jahr 2018 rund 2000 Tonnen Fisch (allein von den quotierten Arten) als Beifang aus der Nordsee gefischt wurden. In der Ostsee wurden 112 Tonnen Dorsch aus Beifang (ein Achtel der gesamten Fangmenge) wieder zurück ins Meer geworfen. (mehr …)