Brasilien: Keine Amnestie für Landräuber im Amazonas

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Die brasilianische Regierung, die alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen sollte, um den Amazonas und diese Gemeinden mit der gebotenen Dringlichkeit zu schützen, handelt weiterhin gegenteilig: Sie toleriert kriminelle Machenschaften wie Landraub und Eindringen in indigene Gebiete, illegale Minen und illegalen Holzraub. Die Vorstöße der brasilianischen Regierung, die bisherigen Errungenschaften im Naturschutz für die Wirtschaftsinteressen der Agrarindustrie zu schwächen sind vielfältig. Im Dezember erließ Präsident Bolsonaro ein Dekret, das eine Art Amnestie für Landräuber im ganzen Amazonasgebiet vorsieht. Nach viel zivilgesellschaftlichem Protest wurde das Dekret mittlerweile in einen Gesetzesentwurf umgewandelt. Anlässlich der Abstimmung dazu, haben wir einen Brief an den Präsidenten des brasilianischen Kongresses gesandt, um unsere Sorge über die Auswirkungen eines solchen Gesetzes auf die weitere Entwaldung im Amazonas auszudrücken. (mehr …)

Beschränkung des Wildtierhandels ist nicht nur Artenschutz, sondern auch Gesundheitsschutz

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Zum Fachgespräch „Zoonosen – Ursache, Verbreitung, Vorbeugung“ im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages am 13. Mai 2020 erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutz:

„Es besteht dringender Handlungsbedarf bei der Regulierung des Wildtierhandels und dem Schutz weltweiter Ökosysteme. Das ist die zentrale Aussage der heutigen Anhörung der Sachverständigen im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages zum Ursprung von Zoonosen. Um das Risiko des Übertragens eines nächsten Virus, durch Pathogene die von Wildtieren auf den Menschen überspringen wie im Falle von COVID-19 zu reduzieren, ist Prävention der einzig mögliche Weg.
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Den Widerspruch aushalten

Bild: Stefan Kaminski

Gastbeitrag von Steffi Lemke, parlamentarische Geschäftsführerin und naturschutzpolitische Sprecherin in der Mitteldeutsche Zeitung: 

„Unsere Gesellschaft ist bisher sehr verantwortungsvoll mit einer für uns alle völlig neuen und unbekannten Krise umgegangen. Deshalb blieben wir von einer Eskalation der Epedemie verschont. Bisher. Ob das so bleibt, haben wir in den nächsten Wochen und Monaten ein gutes Stück gemeinsam in der Hand. (mehr …)

Bäume sind unverzichtbar für den Artenschutz

Bild: Katrin Gielow

Zum Tag des Baumes am 25. April erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Bäume und Wälder sind unverzichtbar für den Artenschutz, für den Menschen und im Kampf gegen die Klimakrise. Es ist eine Menschheitsaufgabe, die weltweite Vernichtung zu stoppen. Es ist alarmierend, dass es im April überhaupt nicht  geregnet hat. Der Boden ist staubtrocken. Auch die Wasserspeicher im tieferen Boden sind noch nicht wieder aufgefüllt. Auch in den kommenden Wochen ist nicht mit Regen zu rechnen. Bereits jetzt kämpfen Feuerwehrleute gegen Waldbrände. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis vielerorts, wie bereits in Brandenburg, erneut die höchsten Gefahrenstufen für Waldbrände ausgerufen werden. Gesunde Bäume und naturnahe Wälder sind zentraler Baustein im Kampf gegen die Klimakrise und das Arten-Aussterben. Dies gilt für die artenreichen tropischen Regenwälder, aber genauso für die letzten naturnahen Buchenwälder in Deutschland. (mehr …)

Appell an die Bundesregierung

6. April 2020. In der Europäischen Union haben sich Staaten zusammengeschlossen, um miteinander die großen Herausforderungen der Menschheit besser gestalten zu können. Die Corona-Krise trifft uns in einem uns bisher unbekannten Ausmaß und wir erleben, dass sich globale Zusammenhänge massiv verändern. Nicht nur die Rollenverteilung von Staaten, beispielsweise der USA und China, verschieben sich, sondern auch Lieferketten und die Globalisierung werden neu betrachtet. Wir steuern in eine weltweite Rezession, die ohne eine starke, gemeinsame politische Reaktion zu Massenarbeitslosigkeit und steigender sozialer Spaltung führen kann. Wir befinden uns aber auch in eine Zeit, in der es entscheidend sein wird, unsere Gesellschaft gegen derartige Krisen, wie auch die Klimakrise, zu wappnen. (mehr …)