Waldstudie des World Resource Institute

Bild: Rosina Kaiser / Pixabay

Zur Waldstudie des World Resources Institute erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Es sind dramatisch Zahlen: Alle sechs Sekunden verschwindet ein Fußballfeld Primärwald. Dieser Verlust an Natur gefährdet uns alle. Die Klimakrise wird weiter angeheizt und unsere biologische Vielfalt in ihrer Einzigartigkeit unwiederbringlich zerstört. Wir müssen die Schatzkammer unserer Erde endlich schützen und nicht nur nutzen. Wald stellt nicht nur Holz zur Verfügung. Wald speichert Wasser und er sorgt für Abkühlung. Intakte Ökosysteme sind vorsorgender Gesundheitsschutz, denn Naturzerstörung begünstigt die Ausbreitung von Zoonosen, also Krankheiten die von Tieren auf Menschen überspringen. (mehr …)

Biodiversität: Natur endlich schützen

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Zur heute veröffentlichten EU-Biodiversitätsstrategie und zum Tag der Biodiversität am 22. Mai erklärt Steffi Lemke, Parlamentarische Geschäftsführerin und Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Klare Flüsse, bunte Blumenwiesen, eine Vielzahl an Wildbienen und Vögeln: gesunde Natur ist eine Seltenheit. Wir brauchen endlich Maßnahmen, die unsere Natur tatsächlich schützen. Ob die heute vorgestellte EU-Biodiversitätsstrategie jedoch ein wirksames Instrument zum Schutz unserer Natur ist, wird sie noch beweisen müssen. Die EU-Biodiversitätsstrategie enthält wichtige Ziele, oftmals fehlen aber konkrete Maßnahmen zu einer stringenten Umsetzung. Wir begrüßen das Ziel, 30 Prozent der Land- und Meeresfläche unter Schutz und 10 Prozent unter strengen Schutz zu stellen. Dies ist auch für die anstehenden internationalen Verhandlungen eine gute Grundlage. (mehr …)

Bienen sind ein Schlüssel zum Erhalt der biologischen Vielfalt

Bild: K. Gielow

Zum dritten Weltbienentag erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutz:

„Der heutige Weltbienentag ist eine Gelegenheit, um das Bewusstsein über die Bedeutung von Bestäubern wie Bienen und die Bedrohungen, denen sie ausgesetzt sind, zu schärfen. Bienen sind wichtige Bestäuber und Bestäubungen sind ein grundlegender Prozess für das Überleben unserer Ökosysteme. Wir alle sind auf das Überleben der Bienen in unseren Ökosystemen angewiesen. Die menschliche Gesundheit und die Gesundheit der Natur sind miteinander verflochten. Fast 90% der wild blühenden Pflanzenarten der Welt sind in irgendeiner Form auf die Bestäubung von Tieren angewiesen. Bienen tragen damit nicht nur direkt zur Ernährungssicherheit bei, sondern sie sind auch der Schlüssel zum Erhalt der biologischen Vielfalt. (mehr …)

Brasilien: Keine Amnestie für Landräuber im Amazonas

Bild: pioordozgoith / Pixabay

Die brasilianische Regierung, die alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen sollte, um den Amazonas und diese Gemeinden mit der gebotenen Dringlichkeit zu schützen, handelt weiterhin gegenteilig: Sie toleriert kriminelle Machenschaften wie Landraub und Eindringen in indigene Gebiete, illegale Minen und illegalen Holzraub. Die Vorstöße der brasilianischen Regierung, die bisherigen Errungenschaften im Naturschutz für die Wirtschaftsinteressen der Agrarindustrie zu schwächen sind vielfältig. Im Dezember erließ Präsident Bolsonaro ein Dekret, das eine Art Amnestie für Landräuber im ganzen Amazonasgebiet vorsieht. Nach viel zivilgesellschaftlichem Protest wurde das Dekret mittlerweile in einen Gesetzesentwurf umgewandelt. Anlässlich der Abstimmung dazu, haben wir einen Brief an den Präsidenten des brasilianischen Kongresses gesandt, um unsere Sorge über die Auswirkungen eines solchen Gesetzes auf die weitere Entwaldung im Amazonas auszudrücken. (mehr …)

Beschränkung des Wildtierhandels ist nicht nur Artenschutz, sondern auch Gesundheitsschutz

Bild: Matryx / Pixabay

Zum Fachgespräch „Zoonosen – Ursache, Verbreitung, Vorbeugung“ im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages am 13. Mai 2020 erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutz:

„Es besteht dringender Handlungsbedarf bei der Regulierung des Wildtierhandels und dem Schutz weltweiter Ökosysteme. Das ist die zentrale Aussage der heutigen Anhörung der Sachverständigen im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages zum Ursprung von Zoonosen. Um das Risiko des Übertragens eines nächsten Virus, durch Pathogene die von Wildtieren auf den Menschen überspringen wie im Falle von COVID-19 zu reduzieren, ist Prävention der einzig mögliche Weg.
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