Eine gemeinsame Geschichte und Vision 30 Jahre nach der Wiedervereinigung

Bild: Boke9a / Pixabay

Die deutsch-deutsche Wiedervereinigung ist ein Glücksfall der Geschichte, den wir alle der Friedlichen Revolution und dem Mut der Menschen in der DDR verdanken. Sie sind für Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung auf die Straßen gegangen. 30 Jahre nach der Wiedervereinigung gibt es neben vielen Erfolgen aber auch noch viele Unterschiede, in der Wirtschafskraft, in Lohn und Rente oder im ungleichen Zugang zu Führungspositionen. Hier bleiben die ostdeutschen Bundesländer hinter denen in Westdeutschland zurück. Den 30. Jahrestag der Deutschen Einheit nimmt die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen zum Anlass, um für ein vielfältiges, offenes, gerechtes Land – eine gemeinsame Geschichte und Vision für Deutschland 30 Jahre nach der Wiedervereinigung – einzutreten und dafür, das gesamte Grüne Band in Deutschland als Nationales Naturmonument auszuweisen und unter Schutz zu stellen und hat dazu einen Antrag vorgelegt.

Parlamentarisches Frühstück: „Brasiliens Wälder brennen: Sorgfaltspflichten in den Lieferketten für Sojafuttermittel“

Bild: Meike Gäde

Beim gestrigen parlamentarischen Frühstück diskutierten Abgeordnete verschiedener Fraktionen und Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden über Soja-Importe, die Entwaldung und politische Instrumente. Als Grundlage diente die von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) beauftragte Studie des niederländischen Forschungsinstituts Profundo mit einer Analyse der deutschen Sojafuttermittellieferketten und der Formulierung von Kriterien für die unternehmerische Sorgfaltspflicht in Sojafuttermittellieferketten.

 

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Haushalt des Umweltministeriums aus der Zeit gefallen

Rede von Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik zum Haushalt 2021 des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit:

„Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Frau Ministerin, in meinen Augen ist Ihr Haushalt einer, der vor 15 Jahren möglicherweise ein guter gewesen wäre; das war die Zeit, als Frau Merkel und Herr Gabriel, der damalige Umweltminister, auf einem grönländischen Gletscher in roten Parkas posiert haben. Den Gletscher gibt es heute nicht mehr; er ist abgeschmolzen. Hätten Sie einen solchen Haushalt zu dieser Zeit vorgelegt, hätten wir ihn möglicherweise sogar loben müssen, aber jetzt, da wir in diesem Sommer in Deutschland und international von Hitzewellen, Dürrekatastrophen und Waldbränden in einem sehr immensen Ausmaß betroffen sind, ist er einfach komplett aus der Zeit gefallen. (mehr …)

Plastikmüll an Stränden der Nord- und Ostsee

Bild: Brian Yurasits / Unsplash

Zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage Plastikmüll an Stränden der Nord- und Ostsee“ erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Im Vorfeld des Clean Up Day am 19. September 2020 muss die Bundesregierung einräumen, dass Plastikmüll an den Ost- und Nordseestränden und am Meeresboden allgegenwärtig sind. Styropor, Fischernetze und Verpackungen sind trauriger Alltag – Stichproben finden 550 Müllteile pro Standabschnitt. (mehr …)

Veröffentlichung des UN-Berichtes zum Zustand der Biodiversität auf der Welt

Bild: Rudy und Peter Skitterians / Pixabay

Zum heute von den Vereinten Nationen veröffentlichten Bericht zur Lage der biologischen Vielfalt erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Ein verlorenes Jahrzehnt für den Schutz der Natur und Biodiversität liegt hinter uns. Das ist der düstere Schluss aus dem aktuellen Bericht der Vereinten Nationen. Die vor zehn Jahren mit viel Hoffnung von den Vertragsstaaten des Übereinkommens für biologische Vielfalt verabschiedeten Naturschutz-Ziele sind krachend gescheitert. Keines der damals beschlossenen Ziele wurde mit wirksamen Maßnahmen unterlegt und der Zustand der Natur hat sich dramatisch verschlechtert. Auch die Klimakrise setzt unsere Ökosysteme zunehmend unter Druck. Dürre, Waldbrände, das Korallensterben und tauende Permafrostböden zeigen, wie sich diese Krisen wechselseitig verstärken. (mehr …)